Discobusse flächendeckend im Burgenland

26.09.2011

Probebetrieb im Bezirk Jennersdorf startet!

Obmann Illedits: Größte Verkehrssicherheitsinitiative für Jugendliche nun in allen Bezirken!

Jennersdorf, 23. September 2011 - Das österreichweit einzigartige Projekt "Discobus" wurde in den 90er-Jahren im Bezirk Neusiedl gegründet. Jahrelang waren die Discobusse nur im Nord- und Mittelburgenland unterwegs, 2007 gelang die Ausweitung auf die Bezirke Oberwart und Güssing. Jetzt wird der letzte "weiße Fleck" auf der burgenländischen Discobus-Landkarte beseitigt: "Ab 1. Oktober haben auch die Jugendlichen im Bezirk Jennersdorf die Möglichkeit, jeden Samstag mit dem Discobus zu fahren. Sieben Gemeinden haben sich entschlossen, einen Probebetrieb zu starten. Sie haben damit eine Vorreiterrolle übernommen, die hoffentlich auch andere Gemeinden zum Mitmachen animiert", gab Discobus-Obmann LAbg. Christian Illedits gemeinsam mit Mitinitiator LAbg. Mario Trinkl und Bürgermeistern der neuen Partnergemeinden bekannt. Deutsch Kaltenbrunn, St. Martin an der Raab, Mühlgraben, Minihof-Liebau, Mogersdorf, Königsdorf und Eltendorf werden bei diesem dreimonatigen Probebetrieb den Jugendlichen ihrer Gemeinden die Möglichkeit geben, jeden Samstag - bis einschließlich 17. Dezember - mit den Discobussen sicher und günstig unterwegs zu sein. Gemeinsames Ziel ist es, weitere Gemeinden als Partner zu gewinnen und nach dem Probelauf einen regulären Discobus-Betrieb aufzunehmen, betonen die Verantwortlichen.

Angeboten werden im Rahmen des Probebetriebs mit dem Postbus als Betriebspartner zwei Linien, mit denen die Jugendlichen um nur 2 Euro für die Hin- und Rückfahrt beliebte Treffs im Bezirk und in der benachbarten Steiermark anfahren können. Die Firma Postbus wird im Zuge des Probebetriebes laufende Fahrgastzählungen durchführen und so den Gemeinden eine objektive Basis für weitere Entscheidungen nach Ablauf des Probebetriebes legen. "Wichtig ist, dass die sieben Gemeinden hinter dem Projekt stehen und gemeinsam arbeiten, um die Verkehrssicherheit für junge Menschen im Bezirk zu erhöhen. Wenn die Akzeptanz gegeben ist, hoffen wir auf einen ?Domino?-Effekt, der weitere Gemeinden mitzieht", so LAbg. Trinkl. "Etliche Gemeinden im Bezirk haben sich bislang abwartend gezeigt. Ein Regelbetrieb wird nur auf einer breiten Basis möglich sein. Ich hoffe, dass die Signalwirkung der sieben Vorreiter-Gemeinden auch andere zum Umdenken bewegt", betonte Obmann Illedits. 

Die Discobus-Initiative wurde - nach schweren Verkehrsunfällen im Seewinkel -  1994 als Schulprojekt in Frauenkirchen ins Leben gerufen. 2004 wurde durch die Gründung eines Vereins eine neue organisatorische Basis geschaffen. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: Seit dem Start haben über zwei Millionen Jugendliche die Möglichkeit genutzt, auf einen Privat-PKW zu verzichten und mit dem Discobus sicher und günstig ins Wochenendvergnügen zu fahren. Im Nord- und Mittelburgenland sind derzeit insgesamt 13 Discobusse, die von der ÖBB-Postbus GmbH als Partner betrieben werden, unterwegs. In den Bezirken Oberwart und Güssing werden fünf Discobus-Linien angeboten, die von der Firma "Südburg" befahren werden.

Mit dem vorläufigen "Go"-Signal für die Linien 19 und 20 im Bezirk Jennersdorf ist nun der bislang größte Ausbau-Stand erreicht: Die Discobusse fahren nun erstmals flächendeckend in alle sieben Bezirken, 125 Gemeinden des Burgenlandes sind als Projektpartner an Bord. Vereinsobmann Illedits zollt den neuen Partnergemeinden großes Lob: "Die Discobusse sind die größte Verkehrssicherheitsinitiative für junge BurgenländerInnen. Sogar andere Bundesländer wie Niederösterreich versuchen, unser Modell nachzuahmen. Das ist nur möglich, weil so viele Gemeinden parteiübergreifend mit uns an einem Strang ziehen."

Der Erfolg des Discobus-Projektes wird auch von unabhängigen Institutionen gewürdigt: Der Verkehrsclub Österreich hat die Discobusse als "Lebensretter und Lebensversicherung" bezeichnet. Bereits zwei Mal, 1999 und 2006, wurden die Discobusse vom VCÖ mit dem "Mobilitätspreis" ausgezeichnet.